Von der Wurmkiste bis zur größten Dach-PV-Anlage Österreichs
Der oberösterreichische Nachhaltigkeitspreis FERONIA geht in die dritte Runde:
Wir müssen uns der ökologischen Transformation der Wirtschaft ganz einfach stellen. Wenn wir hier nicht rasch handeln, reduziert das letztlich auch unsere Wettbewerbsfähigkeit. Dafür braucht es Vordenkerinnen und Vordenker in unserem Land! Mit der FERONIA holen wir diese heuer bereits zum dritten Mal vor den Vorhang
so Oberbank Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger.
Die Oberbank, die OÖNachrichten, die KPMG und das Land Oberösterreich vergeben zum dritten Mal den oberösterreichischen Nachhaltigkeitspreis FERONIA. Mit der FERONIA werden nachhaltige Unternehmen, Initiativen und Vereine mit Sitz in Oberösterreich ausgezeichnet. Die Sieger:innen wurden am 20. März 2025 im Rahmen einer festlichen Gala-Veranstaltung im Oberbank Donau-Forum geehrt.
Die Kategorie „Durch und durch nachhaltig“ geht an die AMAG Austria Metall AG.
Für die Kategorie „Durch und durch nachhaltig“ konnten sich Unternehmen mit nachhaltigem Geschäftsmodell bewerben. Der Ranshofener Aluminumkonzern, der mehr als 2.000 Mitarbeiter:innen beschäftigt, zeichnet sich durch umfassende Nachhaltigkeitsaktivitäten aus. Das Unternehmen erstellt schon seit 2013 Nachhaltigkeitsberichte, hat eine eigene CO2-optimierte Produktlinie eingeführt und auf dem Konzerndach befindet sich die größte Aufdach-PV-Anlage Österreichs.
Die Kategorie „Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen“ geht an GIG Karasek GmbH.
Nachhaltige Entwicklungen sind die Zukunft: Das zeigt die GIG Karasek GmbH. Das Umwelttechnologie-Unternehmen mit 130 Mitarbeiter:innen aus Attnang-Puchheim forscht zu nachhaltigen Prozesslösungen. Ein Projekt betrifft die elektrochemische Umwandlung von CO2 in wertvolle Chemikalien für nützliche Produkte. Ein Patent für eine CO2-Reduktionsanlage wurde bereits erteilt.
Die Kategorie „Vielfalt der Nachhaltigkeit“ geht an den Verein Sozialzentrum Vöcklabruck mit der Initiative „Mosaik“.
Der Verein bietet ein umfangreiches Unterstützungs- und Beratungsangebot für wohnungslose und armutsgefährdete Menschen und stellt u.a. Notschlafstellen und Übergangswohnungen zur Verfügung. Für die Rückkehr in Wohnungen werden Mikrokredite zur Verfügung gestellt. Einrichtungen wie Notschlafstellen werden so ressourcenschonend wie möglich gebaut.
Die Kategorie „Nachhaltig lernen und lehren“ geht an die Mittelschule und ASO Schärding.
Wie soziale und ökologische Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können, zeigt die Mittelschule und ASO Schärding eindrucksvoll. Die Schule bewirtschaftet einen Acker auf dem Gelände des angrenzenden Pflegeheims, kooperiert generationsübergreifend mit den Bewohnern und betreibt Bewusstseinsbildung für gesunde und lokale Ernährung – ein Engagement, das auch sehr gut über die Website der Schule kommuniziert wird. Eine Wurmkiste für selbst gemachten Kompost ist Teil des Projekts.